Selbstdarstellung

Der Bundesverband (gründet im 2005) hat es sich zum Ziel gesetzt, Theater im Öffentlichen Raum in Deutschland als eigenstehende Kulturform und als selbstständiges Kulturgenre zu etablieren, zu fördern und zu vernetzen.

Als Interessenvertretung für professionelle Künstler, Produzenten, Agenten, Kreative, Techniker und Theaterliebhaber setzt sich der Bundesverband für die Anerkennung von Theater im Öffentlichen Raum und für die Verbesserung von Produktion- und Präsentationssituation ein.

Der Bundesverband

Theater im Öffentlichen Raum (TiÖR) erreicht in Deutschland Jahr für Jahr ein Millionenpublikum. Zahlreiche erfolgreiche Festivals und Veranstaltungsreihen zeugen von der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Öffentlichen Raum. Eine eigenständige Kunstform ist entstanden.
Noch fehlt es ihr in Deutschland, im Gegensatz um Europäischen Umland, an kulturpolitischer und künstlerischer Anerkennung. Darum haben sich Künstler, Produzenten, Organisatoren und Manager des Genres zusammengeschlossen und den Bundesverband Theater im Öffentlichen Raum e.V. gegründet. Der Verband versteht sich als Interessenvertretung und Netzwerk auf nationaler und internationaler Ebene.

Theater für alle

Während die festen Theatereinrichtungen mit schwindenden Zuschauer- und Abonnentenzahlen kämpfen, erreicht das TiÖR breite Bevölkerungsgruppen und immense Publikumszahlen. Die freie und weitestgehend kostenlose Zugänglichkeit zu den Veranstaltungen ist dabei wichtiger Faktor und einzigartig in der deutschen Theaterlandschaft. Theater im Öffentlichen Raum bedeutet im besten Sinne „Theater für alle“, unabhängig von Alter, sozialem Status und Bildung.

Der Öffentliche Raum

TiÖR spielt im Lebensraum der Menschen. Aus jeder Straße, jedem Park und jedem Platz kann eine Bühne entstehen. TiÖR bringt sich gezielt ein in das städtische Leben und hat die Möglichkeit an die Welt der Bewohner anzuknüpfen, Geschichte und Geschichten aufzugreifen und zu bearbeiten. Daher ist Theater auf der Straße innovativ, progressiv und zeitgenössisch.
TiÖR ermöglicht den Einsatz von Effekten, die im klassischen Guckkasten-Theater nicht möglich wären. Charakteristisch für das Genre sind Feuereffekte, überdimensionale Objekte oder raumgreifende Inszenierungen.

Die Entstehung des Netzwerkes

Auf der 1. internationalen Street Art Konferenz, veranstaltet von Theater Titanick in Münster am 8. Juni 2005, wurde die Idee geboren, eine deutsche Vereinigung für Straßentheater / Theater im Öffentlichen Raum zu gründen. Auf dem Festival International de Théâtre de Rue von Aurillac in Frankreich im Sommer 2005 hat eine kleine Gruppe von Mitstreitern überlegt, eine Arbeitsgruppe zu formieren, die den Weg für die Gründung vorbereitet. Die Mitglieder diese Arbeitsgruppe waren: Stefan Behr, Bernhard Bub, Ute Classen, Clair Howells, Atai Keller, Uwe Köhler, Nicole Ruppert.

In den nächsten anderthalb Jahren folgten verschiedene Treffen in Münster, Heppenheim und Frankfurt. Es würde über die Definition und Besonderheiten des Genres Theater im Öffentlichen Raum diskutiert, sowie die Ziele und Strategien eines Verbands. Die Diskussionen waren sehr vielschichtig und aufregend. Die Gruppe war voller Energie, motiviert und überzeugt dass das Genre ein Gesicht bekommen muss und Anerkennung auf kulturpolitische Ebene erlangen muss.

20 Gründungsmitglieder haben am 8.Mai 2006 den Bundesverband Theater im Öffentlichen Raum in Frankfurt /Main ins Leben gerufen und den Verein gegründet.